Fast jeder Gamer träumt von einem schnellen Computer, der nicht nur toll aussieht, sondern auf dem auch die neuesten Spiele mit maximalen Einstellungen flüssig laufen. Die wenigsten wissen jedoch, dass die Leistung nicht nur von den zugrunde liegenden Komponenten, sondern auch von der Sauberkeit des Gehäuses beeinflusst wird. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du deinen Computer in Schuss halten und so viele unangenehme Folgen vermeiden.
Das Reinigen des Computers ist für viele bewusste Spieler/innen eine Routinetätigkeit, die manchmal sogar zweimal im Jahr wiederholt wird. Die gründliche Reinigung der Komponenten und des Gehäuses kann einige Zeit in Anspruch nehmen, aber sie lohnt sich auf jeden Fall. Es lässt deinen Computer nicht nur besser aussehen (das ist besonders wichtig für Geräte, die in einem verglasten Gehäuse untergebracht sind), sondern er funktioniert auch schneller.
Warum lohnt es sich, deinen Computer zu reinigen?
Viele Gamer glauben, dass nur schnelle und teure Komponenten für eine hohe Leistung in Spielen sorgen können. An dieser Aussage ist zwar viel Wahres dran, aber selbst die beste Grafikkarte oder das beste CPU-Kühlsystem, das mit zentimeterdickem Staub bedeckt ist, wird während des Spielens nicht zurechtkommen. Staub ist oft der größte Feind der Elektronik. Bei einem Computer ist das nicht anders. Wenn er sich auf unseren Komponenten ablagert, bildet er eine Schicht, durch die die Wärmeableitung viel schwieriger wird. Er ist ein hervorragender Isolator, und das kann nicht nur zu höheren Temperaturen, sondern auch zu einem Leistungsabfall führen. Wie ist das möglich?
Die besten Beispiele dafür sind Prozessoren oder Grafikkarten. Sie sind so konzipiert, dass sie nicht überhitzen. Im Falle eines solchen Risikos sind diese Chips in der Lage, ihre Leistung (meist die Taktung) automatisch zu senken, um eine niedrigere Temperatur zu halten. Und wie du dir sicher denken kannst, bedeutet eine niedrigere Taktung weniger Frames in deinen Lieblingsspielen und häufige, problematische FPS-Einbrüche.
Eine höhere Temperatur bedeutet auch eine höhere Belastung für unsere Komponenten. Jedes von ihnen besteht aus kleinen Komponenten (Kondensatoren, Mikroschaltungen). Diese wiederum nutzen sich bei längerem Betrieb bei hohen Temperaturen einfach schneller ab. Du kannst dich also nicht darauf verlassen, dass sie jahrelang zuverlässig funktionieren. In extremen Situationen sinkt ihre Lebensdauer sogar um die Hälfte!
Höhere Energiekosten und ein höherer Geräuschpegel sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Ein lauter Computer kann nicht nur dich, sondern auch deine Mitbewohner/innen nerven. Das liegt daran, dass die Lüfter, die die Komponenten kühlen, mit höherer Geschwindigkeit arbeiten müssen. Das Gleiche gilt für den Stromverbrauch. Wenn ein Prozessor unter extremen Bedingungen läuft, verletzt er das Gleichgewicht zwischen optimalem Stromverbrauch und Leistung. Das wiederum kann zu höheren Rechnungen führen.
Wie du siehst, lohnt es sich, deinen Computer zu säubern, denn obwohl es wertvolle Zeit in Anspruch nimmt und etwas Konzentration erfordert, bringt es in der Praxis genau die richtigen Vorteile. Wie gehst du also vor?
Wie pflegst du deinen Computer?
Die Reinigung deines Computers scheint ein schwieriger und komplizierter Prozess zu sein. In der Praxis ist es aber ganz einfach, wenn du ein paar Grundregeln befolgst. Wie geht man an die Sache ran?
Erstens - bereite die notwendigen Werkzeuge vor
Um den Computer richtig von Staub zu befreien, brauchst du nur ein paar Werkzeuge. Das wichtigste ist eine Dose mit Druckluft, mit der wir den Staub von schwer zugänglichen Stellen wegblasen können. Außerdem sind Wattestäbchen (z. B. zum Reinigen der Lüfterflügel) und ein antistatisches Tuch oder eine spezielle Bürste nützlich. Ein kleiner Schraubenzieher ist ebenfalls von unschätzbarem Wert. Hast du schon die richtigen Werkzeuge? Prima! Dann kann es losgehen!
Zweitens - entferne die Gehäuseseite und alle Staubfilter
Jedes Gehäuse ist mit speziellen Filtern ausgestattet, die das Eindringen von Staub in das Gerät verhindern. Meistens befinden sie sich oben, unten (der Filter, der den Netzteillüfter abdeckt) und unter der Frontplatte. Dort sammelt sich der meiste Schmutz, und es lohnt sich, mit ihrer Entfernung zu beginnen! Es ist eine gute Idee, sie mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Das Gleiche musst du mit der demontierten Seitenwand machen, auf der sich oft viel Staub ansammelt. Wenn sie aus gehärtetem Glas besteht, solltest du sie während der Reinigung an einem sicheren Ort aufbewahren!
Drittens - baue die Komponenten, die es erfordern, vorsichtig aus!
Einige Computerkomponenten (z. B. Lüfter, CPU-Kühlung, Grafikkarte) müssen zerlegt werden, um sie wirklich effektiv zu reinigen. Manchmal müssen dafür nur ein paar Schrauben entfernt werden. Denke jedoch daran, die Hardware sehr vorsichtig zu behandeln. Wenn du das Gefühl hast, dass das Herausziehen einer Komponente zu einem Defekt führen könnte, solltest du es lieber nicht selbst tun und versuchen, die Komponente mit einer Bürste oder Wattestäbchen zu reinigen.
Viertens: Denk an die Ecken und Winkel des Gehäuses
Die Reinigung deines Computers erfordert Aufmerksamkeit. Staub sammelt sich oft auf den Komponenten, aber die größten Ablagerungen befinden sich in den Ecken und Winkeln des Gehäuses. Ein gutes Beispiel dafür ist der Bereich, der bei Gehäusen oft "Keller" genannt wird. Das ist das Element, das den Raum zwischen den Komponenten und dem Netzteil abteilt und gleichzeitig alle Kabel verdeckt. Seine Ecken und Winkel müssen auf jeden Fall gründlich gereinigt werden.
Fünftens - Rom wurde nicht im Handumdrehen erbaut
Du hast schon von anderen effektiven Methoden der Computerwartung gehört, wie z. B. dem Austausch von Wärmeleitpaste oder der Schalldämmung des Gehäuses, aber du hast Angst, selbst kompliziertere Maßnahmen zu ergreifen? Schon eine grundlegende Reinigung der Komponenten und das Entfernen von Staub im Inneren kann die Temperatur deines Geräts um bis zu mehrere Grad senken! Es ist nicht immer nötig, zu komplizierten Maßnahmen zu greifen. Wenn du jedoch glaubst, dass sie in deinem Fall sinnvoll sind, hindert dich nichts daran, jemanden mit Erfahrung um Hilfe bei der Durchführung komplexer Wartungsarbeiten zu bitten. Vielleicht schaffst du es auf diese Weise beim nächsten Mal auch ohne die Hilfe anderer?
Mach das nicht, wenn du deinen Computer reinigst!
Sicherlich ist dir mehr als einmal der Gedanke gekommen, einen Staubsauger anzuschließen und einfach das Innere des Geräts abzusaugen oder Computerteile mit Wasser zu waschen. Bedenke aber, dass du bei diesen Praktiken sehr schnell und einfach wichtige Komponenten deines Computers verlierst. Warum?
Die Reinigung von Elektronik mit einem gewöhnlichen Staubsauger ist für den Benutzer nicht gefährlich, aber für die Hardware schon. Zunächst einmal ist eine herkömmliche Staubsaugerbürste nicht so empfindlich und präzise wie eine kleine Bürste. Es ist sehr leicht, die empfindliche Struktur der Systeme damit zu stören und wichtige Komponenten zu beschädigen. Außerdem ist das Kunststoffrohr eines Staubsaugers anfällig für Ladungsansammlungen. In der Praxis bedeutet dies die Möglichkeit, dass die Ladung auf die Elektronik übertragen wird und einen Kurzschluss verursacht, der unsere Geräte beschädigt.
Noch schlimmer scheint die Idee zu sein, Bauteile zu waschen. Es spielt keine Rolle, wie lange sie nach einem solchen "Bad" liegen bleiben. Bei manchen Bauteilen ist es unmöglich, das Wasser zu verdampfen. Außerdem werden sich die Eigenschaften der einzelnen Materialien verändern, was zu Schäden führen kann.
Es ist auch sehr wichtig, dass du den Computer vom Netz trennst. Die Reinigung von Geräten, die mit Strom verbunden sind, ist extrem gefährlich. Nicht nur für die Elektronik, sondern vor allem für dich. Um sicherzugehen, ist es eine gute Idee, den Computer komplett vom Netz zu trennen, und nicht nur durch Umschalten des Schalters am Netzteil.
Denk an das System!
Die Reinigung deines Computers und der Komponenten von Staub und angesammeltem Schmutz ist eine Sache. Wir sollten aber nicht den Zustand unseres Systems vergessen. Auch davon hängt eine Menge ab. Welche Aktivitäten können helfen, die Festplatte in Ordnung zu halten?
Dazu gehören zum Beispiel:
Unnötige Daten auf externe Medien verschieben - hast du Tausende von Fotos auf deiner Festplatte, die nicht nur Platz wegnehmen, sondern auch über viele Ordner verstreut sind? Dann wäre es eine gute Idee, sie in einen einzigen Ordner zu verschieben und auf ein externes Laufwerk oder einen USB-Stick zu legen).
Ungenutzte Anwendungen löschen - das ist die einfachste Methode, mit der fast jeder Benutzer umgehen kann. Ungenutzte Anwendungen verschmutzen nicht nur die Festplatte, sondern auch Ordner und sogar die Registry, in der sich problematische Einträge befinden. Außerdem belasten sie das System spürbar, da einige ihrer Prozesse im Hintergrund laufen können.
Deaktivieren von Anwendungen, die den Systemstart behindern - Dein System lädt nicht mehr so schnell, wie es sollte? Beim Start werden mehrere Tabs angezeigt, die du nach einer Weile manuell schließen musst? Kein Problem! Du kannst das auf einfache Weise in den Griff bekommen. Rufe einfach den Task-Manager auf (Kombination ALT + STRG + ENTF) und gehe auf die Registerkarte "Autostart". Suche dann die Anwendungen, die beim Start automatisch gestartet werden, und klicke auf die Schaltfläche "Deaktivieren". Das ist ganz einfach! Nicht wahr?
Festplattenbereinigung - du willst deine Festplatte und dein System schnell beschleunigen? Mit der Systemfestplattenbereinigung kannst du deine Festplatte von Cache, unnötigen heruntergeladenen Dateien, temporären Internetdateien und vielem mehr befreien. Alles, was du tun musst, ist, das gewünschte Laufwerk mit der rechten Maustaste auszuwählen und auf "Eigenschaften" zu klicken. Jetzt musst du nur noch "Datenträgerbereinigung" auswählen und markieren, um welche Dateien sich der System-"Staubsauger" kümmern soll.
Aufräumen oder nicht aufräumen - das ist hier die Frage
Fragst du dich weiterhin, ob es sich lohnt, sich um deinen Computer zu kümmern? Wenn ja, dann sage ich es noch einmal: Es lohnt sich auf jeden Fall, deine Hardware zu reinigen. Dadurch wird sie nicht nur besser funktionieren, sondern auch länger halten, und das kann dir nicht nur mögliche Probleme, sondern auch Geld für neue Komponenten ersparen. Selbst scheinbar kleine Maßnahmen, wie das Reinigen des Gehäuses von Staub, können die Temperatur einer Komponente um bis zu mehrere Grad senken und damit die Taktung des Chips und damit die Leistung erhöhen. Und das ist wahrscheinlich das, worauf du bei Spielen am meisten Wert legst, richtig?